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Gemeinschaft erleben durch die Kraft der Musik
Feierliche Einweihung des neuen Musikraums

Gemeinschaft erleben durch die Kraft der Musik

Eine Auszeit vom oft fordernden Alltag erleben, durchschnaufen und Gemeinschaft spüren – das wollen Familien, die im Kolping-Allgäuhaus in Wertach Urlaub machen. Dabei spielt seit etwa einem Jahr auch die Musik eine große Rolle: Mit dem vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekt „Erleben und Stärken – Teilhabe fördern durch Musik und Kultur“ haben wir unsere Ausrichtung um einen wichtigen Baustein ergänzt. Dafür wurde eigens ein moderner Musiksaal gebaut, der nun feierlich eröffnet wurde.

„Musik hat eine verbindende Kraft und kann Menschen im Inneren berühren -  da wo Worte gar nicht hinkommen“, betonte Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer bei der Segnung der neuen Räumlichkeiten. Diese Kraft lasse Gemeinschaft entstehen und eröffne durch Kreativität und Freude einen direkten Weg zu Gott. Dass die Gäste im Allgäuhaus von solchen Erlebnissen auch im Alltag profitieren, erhofft sich Simone Franke-Müller vom Bundesfamilienministerium, die aufgrund des Bahnstreiks ihr Grußwort vorlesen lassen musste.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand bei der feierlichen Eröffnung natürlich der Musikraum selbst, dessen Bau 1,7 Millionen Euro gekostet hat und zu zwei Dritteln vom Bund und der Bayerischen Landesstiftung sowie mit weiteren Mitteln von der Diözese Augsburg gefördert wurde. Projektleiterin Katharina Heckl freute sich darüber, dass nun „jedes Angebot seinen Platz findet“ – vom Trommelworkshop bis zur Bandprobe. Ein geräumiges Lager ermöglicht die Aufbewahrung der zahlreichen Instrumente, die im Anschluss an die Segnung von den Gästen auch gleich ausprobiert werden durften.

Wie Architektin Dorothea Babel-Rampp betonte, habe man beim Bau des Musiksaals samt Funktionsräumen auf Barrierefreiheit geachtet – schließlich bietet das Allgäuhaus ausdrücklich auch die Beherbergung von Familien und Gruppen mit pflegebedürftigen Mitgliedern an. Wichtig sei bei der Planung außerdem gewesen, dass sich der Neubau harmonisch ins Gesamtbild des Gebäudes einfügt.  Dies sei auch durch die Terrasse gelungen, die als Verlängerung des Speisesaals auf dem Dach des Musiksaals errichtet wurde. Das Ziel, einen Raum zu schaffen, in dem ungestört musiziert werden kann – auch ohne andere zu stören – sei erreicht worden, freute sich Babel-Rampp.

Von Wertachs Bürgermeisterin Getrud Knoll gab es ein dickes Lob für das Musikprojekt: „Toll, dass Kolping sich der Familien annimmt, immer wieder neue Projekte sucht und findet, sich weiter entwickelt und auch in schwierigen Phasen investiert.“

Dass die Segnung der neuen Räume musikalisch umrahmt wurde, versteht sich fast von selbst. Die aktuelle „Allgäuhausband“ sorgte mit Rhythmus und Gesang für gute Stimmung an dem heißen Sommernachmittag.

 

Text & Bilder: Riccarda Gschwend